Flachschliff

Bei einem Flachschliff wird die Schneidkante je nach Messertyp bis auf 0,5 - 0,1 mm dünn geschliffen. 

Dann wird die Klinge auf Schleifsteinen geschärft. 

Da die zu schärfende Fase sehr klein ist, ist das Schärfen schnell, jedoch muss man den Winkel gut halten können.

Der Schliff kann wie beim linken Beispiel bis zum Klingenrücken reichen, oder wie beim rechten Beispiel, nur teilweise über die Klinge.

Skandi-Schliff

Der Skandi-Schliff ist ein einfasiger Schliff, das heißt die Klinge wird in einer geraden Linie direkt geschärft. 

Das Schärfen ist somit viel zeitaufwendiger, da mehr Stahl abgetragen werden muss und der Schleifstein in gutem Zustand sein muss. 

Jedoch ist es viel einfacher, den Winkel zu halten.

Der Skandi-Schliff ist mit Abstand am besten für Holzbearbeitung geeignet, kein anderer Schliff bietet vergleichbare Leistungen.

Hohlschliff

Bei einem Hohlschliff wird viel mehr Material entfernt, die Klinge wird somit leichter.

Filigrane Messer wie z.B. Rasiermesser werden hohl geschliffen, da die Schneide viel dünner wird, und somit das Messer weniger Keilwirkung hat.

Manche Jagdmesser haben einen Hohlschliff mit Wall (linkes Beispiel).

Hier beginnt die Keilwirkung der Klinge erst nach dem Wall, und deshalb braucht man für den Schnitt weniger Kraft.

Konvexer

Schliff

Der konvexe Schliff bietet die stabilste Schneide, gleichzeitig ist aber der Widerstand beim Schneiden klein, da der Winkel kontinuierlich kleiner wird, was die Reibung reduziert

Ich verwende bei Küchenmessern eine Kombination aus Flachschliff und konvexem Schliff (linkes Beispiel).

So kann die Schneidkante am dünnsten werden, ohne erheblich an Stabilität zu verlieren.